Therapieoptionen

Therapieoptionen

Jede Frau erlebt die Wechsljahre anders und genauso individuell können auch die Wege sein, um mit den Beschwerden umzugehen. Hier bekommst du einen Überblick über mögliche Therapieoptionen und erfährst, wie du mit deinen Symptomen umgehen und dein Wohlbefinden unterstützen kannst.

Verschreibungspflichtige Therapien

Unter verschreibungspflichtige Therapien fallen medikamentöse, hormonelle Behandlungsmöglichkeiten sowie eine nicht-hormonelle Therapie.

Nicht-hormonelle Therapieoptionen

Einige Frauen greifen auf Therapien ohne Hormone zurück — beispielsweise, weil eine Hormonersatztherapie (HRT) aufgrund einer Kontraindikation nicht angewendet werden kann oder sie keine Hormone nehmen möchten. Unter verschreibungspflichtige, nicht-hormonelle Behandlungsmöglichkeiten fällt folgender Ansatz:

Medikamente, die die Körpertemperatur regulieren1,2
  • Hierzu zählt ein Arzneimittel, das direkt im thermoregulatorischen Zentrum im Hypothalamus ansetzt — dem sogenannten "inneren Thermostat", das die Körpertemperatur reguliert.
  • Dieses kann Hitzewallungen und Nachtschweiß nachweislich verringern.
Hormonelle Ansätze
Hormonersatztherapie3-5
  • Eine HRT ersetzt diejenigen Hormone, welche der Körper über die verschiedenen Phasen der Wechseljahre zunehmend weniger produziert, und kann nachweislich bei einer Vielzahl von Wechseljahresbeschwerden helfen.
  • Für Frauen mit intakter Gebärmutter ist eine Östrogen-Gestagen-Therapie die effektivste Behandlung von Wechseljahresbeschwerden. Bei Frauen, denen die Gebärmutter entfernt wurde, kann eine Monotherapie mit Östrogenen durchgeführt werden.
Nicht-verschreibungspflichtige Therapien

Freiverkäufliche, pflanzliche Therapien6,7

  • Inzwischen gibt es eine Reihe freiverkäuflicher – manche davon sind apothekenpflichtig – pflanzlicher Präparate, wie z.B. Traubensilberkerze oder Rotklee, welche zur Linderung bestimmter Wechseljahresbeschwerden zur Verfügung stehen.
  • Prüfe ob es sich um eine pflanzliches Arzneimittel oder ein Nahrungsergänzungsmittel handelt, bei letzterem ist eine therapeutische Wirkung nicht wissenschaftlich nachgewiesen.
  • Sprich aus diesem Grund mit deiner Ärztin oder deinem Arzt, ob und welche Präparate für dich geeignet sind und welche Neben- oder Wechselwirkungen möglicherweise auftreten können.

Kognitive Verhaltenstherapie (KVT)4

  • Dies ist eine Gesprächstherapie, die auf der Ebene der Denk- und Verhaltensweise ansetzt und das Ziel verfolgt, negative Gedankenkreisläufe zu durchbrechen.
  • Eine KVT kann bei Stimmungsschwankungen und Ängsten im Zusammenhang mit den Wechseljahren helfen.
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Welche Behandlung passt zu mir?

Die Wahl einer für dich und deinen Lebensstil am besten geeigneten Therapie ist eine persönliche Entscheidung. Besprich diese mit deinem Arzt bzw. deiner Ärztin.

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Das Tabu brechen

Ein Grund, warum viele Frauen keine Hilfe in Anspruch nehmen ist, dass die Wechseljahre noch immer ein Tabuthema sind. Hier bekommst du Einblick in die Studie Lebensrealität Wechseljahre und was es braucht, um das Tabu zu brechen.

Quellen:

  1. The North American Menopause Society (NAMS) Advisory Panel. Menopause 2023;30(6):573–590.
  2. Johnson KA et al. J Clin Endocinol Metabl 2023;108(8):1981-1997.
  3. National Health Service (NHS). Types of hormone replacement therapy. 2023. Verfügbar unter: https://www.nhs.uk/medicines/hormone-replacement-therapy-hrt/types-of-hormone-replacement-therapy-hrt/ (zuletzt aufgerufen: April 2026).
  4. National Institute for Health and Care Excellence (NICE). Menopause: diagnosis and management. NICE guideline [NG23]. 2015. Verfügbar unter: https://www.nice.org.uk/guidance/NG23 (zuletzt aufgerufen: April 2026).
  5. National Health Service (NHS). About tibolone. 2023. Verfügbar unter: https://www.nhs.uk/medicines/hormone-replacement-therapy-hrt/tibolone/about-tibolone/ (zuletzt aufgerufen: April 2026).
  6. gesund.bund.de (2020). Beschwerden in den Wechseljahren: Ursachen und Wege, sie zu lindern. Online-Quelle. Verfügbar unter: https://gesund.bund.de/wechseljahre (zuletzt aufgerufen: April 2026).
  7. Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (2023). Wechseljahresbeschwerden. Online-Quelle. Verfügbar unter: https://www.gesundheitsinformation.de/wechseljahrsbeschwerden.html (zuletzt aufgerufen: April 2026).